Wenn Ihr Ehemann oder Ihre  Ehefrau Ihnen gegenüber gewalttätig wird müssen Sie das nicht hinnehmen und können einen Gewaltschutzantrag  wegen häuslicher Gewalt stellen. Gewalt ist auf keinen Fall akzeptabel.

Das Gewaltschutzgesetz soll Schutz vor körperlicher Gewalt,  aber auch (in bestimmtem Rahmen) vor psychischen Übergriffen bieten.

So kann nach § 1 GewSchG dem Täter

  • das  Betreten der Wohnung des Antragstellers
  • dem Aufenthalt in einem gewissen Umkreis der Wohnung des Antragstellers
  • das Aufsuchen eines Ortes, an dem sich der Antragsteller regelmäßig aufhält (z.B. der Arbeitsplatz)
  • die Kontaktaufnahme mit dem Antragsteller (persönlich, schriftlich, per Telefon, durch Dritte, usw.

verbieten.

Sollten Täter und Opfer in einem Haushalt leben, z.B. Ehemann und Ehefrau, so kann dem Opfer auch die Wohnung nach § 2 GewSchG  zur alleinigen Nutzung zugewiesen werden, oder mit anderen Worten der Täter aus der Wohnung verbannt werden.

In diesem Falle sollten Sie unbedingt eine einstweilige Anordnung beantragen. hierfür gilt es bestimmte Formalien einzuhalten. Insbesondere muss der Antragsteller den Sachverhalt eidesstattlich versichern ( schwören). Dies kann beim Familiengericht oder bei einem Rechtsanwalt geschehen. Gerne helfen wir Ihnen weiter.