Die Trennung steht meist am Ende einer langen Überlegens und/oder Leidenszeit. Meist haben zwei Menschen zugleich einen Lebenstraum und ein Lebenskonzept verloren. Hinzu kommt der Trennungsschmerz.
In dieser Situation treten zusätzlich unvermittelt existenzielle Fragen auf.
– Wer zieht aus
– Wo wohnen die Kinder, wie oft sieht wer die Kinder
– Wie sieht die finanzielle Zukunft aus

In dieser Situation bietet sich eine anwaltliche Beratung als Orientierungshilfe an. Unabhängig davon ob Sie beabsichtigen Ihren Partner zu verlassen, mit einem Trennungswunsch konfrontiert werden oder die Partner beide übereinstimmend beschließen dass eine Trennung sinnvoll ist bieten wir Ihnen eine erste Information über eventuelle Rechtsfolgen und Rechtsansprüche und betreiben deren Durchsetzung, wenn notwendig Zu diesem Zeitpunkt können oftmals noch Weichen richtig gestellt werden.

Was bedeutet Trennung

Rechtlich ist die Trennung in § 1567 BGB definiert:
(1) Die Ehegatten leben getrennt, wenn zwischen ihnen keine häusliche Gemeinschaft besteht und ein Ehegatte sie erkennbar nicht herstellen will, weil er die eheliche Lebensgemeinschaft ablehnt. Die häusliche Gemeinschaft besteht auch dann nicht mehr, wenn die Ehegatten innerhalb der ehelichen Wohnung getrennt leben.

Für die Trennung genügt es, wenn einer der Ehegatten die Lebensgemeinschaft erkennbar ablehnt. Ferner muss eine Trennung von Tisch und Bett erfolgen. Die bedeutet, dass die Ehegatten ihre Gemeinsamkeiten in allen Lebensbereichen aufgeben haben, also insbesondere
– keine gemeinsamen Kassen mehr führen,
– getrennte Wohnungen/ Schlafzimmer haben
– den Haushalt getrennt führen, oder wie der Jurist es auch ausdrückt sich gegenseitig keine Versorgungsleistungen mehr erbringen: Also keine gemeinsame Vorratshaltung, gemeinsames Einkaufen Wäschewaschen usw.

Bedeutung des Trennungszeitpunktes

Der Trennungszeitpunkt hat auch rechtliche Bedeutung. Er bedeutet nicht das Ende der Ehezeit.

Grundsätzlich ist für die Scheidung eine bestimmte Trennungszeit Voraussetzung. Diese Zeit beginnt zu laufen ab dem Tag der Trennung. Um gegeben Falls Streitigkeiten hierüber vorzubeugen empfiehlt es sich diesen durch ein Anschreiben an den Partner festzuhalten.

Im Jahr in welchen die Trennung fällt können sich die Ehegatten noch gemeinsam steuerlich veranlagen lassen. Ob im Jahr der Trennung ein Steuerklassenwechsel möglich oder sinnvoll ist muss von Fall zu Fall beurteilt werden. Im Jahr der Trennung besteht im Rahmen der fortgeltenden ehelichen Solidarität regelmäßig die Verpflichtung sich noch gemeinsam steuerlich veranlagen zu lassen.
Ferner hat die Trennung oftmals auch für den Zugewinnausgleich Auswirkungen. Die Ehegatten haben Anspruch auf Auskunft über das Vermögen zum Zeitpunkt der Trennung und der Zustellung des Scheidungsantrages. Vermindert sich das Vermögen eines Ehegatten in diesem Zeitraum, ohne dass es hierfür einen Grund gibt, so kann das verschwundene Vermögen als zum Zeitpunkt der Zustellung des Scheidungsantrages als noch vorhanden gewertet werden (§ 1375 Abs. 2 BGB).